Dienstagabend. Der Tag, an dem mein Mann seine Mutter besucht. Das sind zu Fuß ungefähr 2,8 km. Er nimmt unseren Terrier mit und nach ungefähr 20 Minuten fahre ich unseren alten Boxer mit dem Wagen hinterher. Die alte Dame schafft nicht mehr die ganze Strecke. Sie läuft dann den letzten Kilometer mit und das reicht ihr auch. Ich selbst fahre, wenn ich die alte Lady abgesetzt habe, im Bogen nach Hause zurück, alles in allem 4,6 km. Durch Wohngebiet und gut 1,3 km an einer der Hauptverkehrsstraßen Hamburgs entlang. Dem sogenannten Ring 2. Heute habe ich mal gezielt darauf geachtet, wie sich das Leben auf dem Fußweg im Dunkel abspielt. Ich fahre in der Regel gegen 16.40 Uhr los, da ist es jetzt bereits dunkel. Ich war schockiert!
Auf diesen 4,6 km habe ich 9 Hunde gesehen, mit deutlich sichtbaren, blinkenden oder dauer leuchtenden Spezialhalsbändern, damit man sie rechtzeitig und eben deutlich sieht. 9 Stück. Im Gegenzug habe ich, was ich so im letzten Moment sehen konnte, 16 Kinder im Alter wohl zwischen gerade alleine laufen können und schon alleine mit einem kleinen Fahrrad oder Roller unterwegs, gezählt. Dunkel gekleidet und nicht einmal den winzigsten Fetzen von Reflektoren oder irgendetwas anderem, hellen, leuchtenden oder blinkenden an der Kleidung. ..... Hm ..... Wenn das repräsentativ ist, frage ich mich wirklich, wie Eltern so drauf sind! Wenn was passiert macht ja nichts, man kann ja ein neues Kind machen, oder wie????? Ich bin wirklich fassungslos über so viel bodenlosen Leichtsinn! Hätte ich ein Kind, welches zu dieser Jahreszeit aus welchen Gründen auch immer noch nach Einbruch der Dunkelheit draußen wäre, ich schwöre, alle Auto- und Fahrradfahrer würden vor Reflektoren und und blinkenden Gegenständen an den hellen Klamotten geblendet die Augen schließen!
Fazit: Wir Hundehalter sind eben doch die besseren Eltern!


