Montag, 13. Dezember 2010

Wetten das ....?

Ich muss einfach mal meinem Ärger und meiner Erschütterung Luft machen. Ich bin immer wieder schockiert, wie dumm und herzlos Menschen sein können. 

Da schaut man nach Jahren der Abstinenz mal wieder Wetten das ...? und prompt gerade die Sendung mit dem furchtbaren Unfall. Die Reaktionen der Kameraleute, aller Beteiligten, waren super! Kein Draufhalten, keine Sensationsgier, wie sie bestimmt bei anderen Sendern zu sehen gewesen wäre. Abbruch der Show, obwohl so hochkarätige Gäste wie Cher und Take That auf ihre Auftritte warteten! Ein großes Lob an Thomas Gottschalk! 

Tja, man war geschockt und wollte natürlich wissen, was dem armen Jungen passiert war. Und man brauchte ja auch nicht lange zu warten. In den Tagen darauf konnte man Lesen und Hören wo man wollte, überall gab es neue Infos. So war man schnell aufgeklärt, dass Samuel Koch sich sehr schwer verletzt hatte. Dramatisch wurde davon gesprochen, dass der junge Mann im künstlichen Koma läge. Er wäre Notoperiert worden. Das viel zitierte künstliche Koma ist nun nichts dramatisches, sondern eine gängige Methode, einen schwersverletzten Körper in ein Stadium völliger Entspannung zu bringen, damit die körpereigenen Heilkräfte sich ohne weiteren Stress von außen dem Heilungsprozess widmen können. Es hieß, die Ärzte hätten beschlossen, ihn aus der Langzeitnarkose zu wecken, dies würde bis zu 3 Tage in Anspruch nehmen. Abends am selben Tag hieß es dann, er wäre wach und orientiert. Eine weitere Operation wurde vorgenommen und erstmals hieß es offiziell, eine dauerhafte Lähmung würde zurück bleiben. Einfach nur entsetzlich, wegen einer blöden Wette einen solchen Preis zahlen zu müssen!

Plötzlich meldeten sich überall irgendwelche Leute, die behaupteten, Samuel zu kennen und die ihren Senf unbedingt dazu geben mussten. Da hieß es, er wäre ja schon immer viel zu risikofreudig gewesen, und viel Schwachsinn mehr. Das ZDF und Thomas Gottschalk wurden immer wieder übel angegriffen. Viel zu riskante Wetten blahblah, nur wegen der Einschaltquoten blahblah, nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen blahblah und vieles mehr. Dazu muss man einfach mal konsequent folgendes sagen: Die Wettkandidaten melden sich beim ZDF und unterbreiten ihre Vorschläge! Da schleicht kein Mitarbeiter des Senders nachts mit einem geladenen Revolver durch Deutschland und zwingt unschuldige Menschen, in Wetten das ...? Kopf und Kragen zu riskieren! Die Kandidaten denken sich ihre Wetten selbst aus, nur sie sind dafür verantwortlich! 

Noch viel schlimmer als diese Angriffe auf den Sender sind jedoch all die kaltherzigen Menschen, die beispielsweise auf Yahoo! Deutschland TV ihre vollkommen unpassenden Kommentare hinterlassen! Zitat: Da stellt sich für mich die Frage ob es sich lohnt mit allen Mitteln...höher, weiter, schneller...unbedingt in den Focus zukommen. Traurig...aber selber Schuld! oder Zitat: so ein voll trottel selber schuld ....so dumm kann man nicht sein mit 23 oder ich war es jedenfalls nicht und habe auch kein mitleid oder auch Zitat: 
Kein Mitleid für so einen, der nun auch noch eine Vorzugsbehandlung kriegt. Ich fasse wirklich nicht, was in solchen Menschen vor sich geht, die so wenig Mitgefühl und Menschlichkeit aufbringen. Das sind für mich genau die Menschen, die schon bei jeder Kleinigkeit ihrer gesamten Umwelt mit ihrem Geheule auf die Nerven fallen! Egozentrisch bis zum Erbrechen!

Es mag als Widerspruch in sich erscheinen, dass ich einerseits sage, Samuel hat selbst Schuld an seinem Unfall, andererseits aber die Typen verabscheue, die bar jeder Empathie solchen Kommentare hinterlassen. Doch das ist es nicht. Natürlich hat der junge Mann selbst Schuld. Aber das schließt doch nicht aus, dass man unglaublich betroffen davon sein kann, dass ein so junger Mensch möglicherweise den Rest seines Lebens gelähmt sein wird. Was muss in dem Jungen vor gegangen sein, als er im Krankenhaus aufwachte und erfuhr, dass er sich vermutlich nie wieder auf eigenen Beinen wird bewegen können? Vielleicht nicht einmal die Arme wirklich wird bewegen können? Darüber denken die Verfasser solcher Kommentare vermutlich nicht nach. 

Ich jedenfalls wünsche Samuel Koch alles nur erdenklich Gute! Mögen alle Ärzte sich irren und möge die Familie Koch gemeinsam die Kraft aufbringen, diese entsetzliche Zeit zu überstehen! Von ganzem Herzen gute Besserung!




Mittwoch, 1. Dezember 2010

Was für ein Abend!

Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass 10 Jahre auch nicht an Superstars vorbei gehen. Nicht nur Otto Normal Verbraucher werden älter! 

Der Abend begann mit ein wenig schlechter Laune, da in unserer Firma derzeit ziemlicher Stress herrscht. Männe war genervt, ich war genervt, eigentlich keine guten Voraussetzungen. Wir haben uns um kurz vor 7 Uhr ins Auto gesetzt und sind die paar Meter zur O2 World gefahren. Parkplatz war um die Zeit kein Problem. 4 Euro ... Wir folgten den Massen zum Eingang, wo wir bereits durch sortiert wurden. Innenraumplätze nach unten, Tribünenplätze nach oben. Gute Organisation! Wir gehörten zu denen, die Innneraumplätze hatten. Also verschwanden wir mit all den anderen Innenraumbesuchern eine Treppe hinunter. Hier staute es sich heftig. Eine nette, blonde junge Frau rief in die wartenden Menschen, ob O2 Kunden dabei wären. Diese wurden aus der Warteschlange geholt und durften wie First Class Passagiere auf dem Flughafen einen gesonderten Eingang benutzen. Nun gut, damit hatte ich kein Problem.

Wir wunderten uns ein wenig, warum es so extrem langsam weiter ging. Als wir uns dem Eingang näherten sahen wir, warum! Zwei Gatter, vielleicht 1,50 m lang und so schmal, dass die körperlich ausgeprägteren Besucher sich besorgt fragten, ob sie überhaupt da durch passen würden, oder ob sie wie Korken in der Flasche stecken bleiben würden, waren hier montiert. Jeder musste da durch. Wie Vieh auf einer Verladerampe! Am Ende dieser Gatter warteten ein männlicher und eine weibliche Angestellte und nahmen bei jedem einzelnen Besucher eine Leibesvisitation durch! Arme ausgestreckt, am Körper hinunter, an den Beinen entlang! Ich dachte, ich bin im falschen Film, wirklich! Die Damen mit Handtaschen durften diese öffnen und deren Inhalte wurden ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Ähm ...
Nun kann man zu Recht sagen, die Anschlagsgefahr ist groß, aber eine 75 jährige an zwei Krücken ist nicht gerade die typische Terroristin, die zu einer solchen Veranstaltung eine Bombe mit bringt! Ich war angepisst, um es mal ganz vulgär auszudrücken! Ich mag es gar nicht, von wildfremden Menschen betatscht zu werden, ich hasse es sogar! Am Flughafen mit diesen Metalldetektoren abgescannt zu werden ist eine Sache. Auf einer solchen Veranstaltung von irgendwelchen grinsenden 20jährigen körperlich berührt zu werden ist eine andere Sache! Aber nun waren wir wenigstens erst einmal in der Halle.

Unsere Plätze zu finden war kein Problem, da auch in der Halle jede Menge Personal hilfreich und freundlich zur Verfügung stand. Der nächste Schreck kam dann, als wir die Stühle sahen, die man hier aufgebaut hatte. Einfache, recht schmale Metallstühle mit einer Sitzmulde, in die ein vielleicht 3 cm dickes Kissen eingelassen war. Mal ganz abgesehen von dem wirklich sehr kuscheligen Körperkontakt mit den rechts und links sitzenden Besuchern waren diese Stühle eine Frechheit! Wer mehr als 40 Kilo wog spürte nach 3 Minuten den Metallrand der Sitzmulde, der sich schmerzhaft in die Beine zu drücken begann. Am Hinterteil pressen sich die Metallstreben der Rückenlehne nach spätestens 5 Minuten schmerzhaft in das Fleisch. Und es ist nicht etwa so, dass die Innenraumkarten 10 Euro gekostet hätten, was eine solch primitive Sitzgelegenheit gerechtfertigt hätte. Wir saßen im dritten Block von der Bühne aus gesehen, was ungefähr auf der Hälfte der Innenraumfläche bedeutete. Also nicht gerade dich an der Bühne. Und unsere Karten hatten je 84 Euro gekostet! Weiter vorne, das bekamen wir mit, lagen die Preise bei 130 Euro! Für solche Preise könnte man doch eine etwas komfortablere Sitzgelegenheit erwarten, oder?

Als es dann mit einer Verspätung von fast 20 Minuten los ging, wurden wir auf einen weiteren eklatanten Fehler der Sitzmöglichkeit aufmerksam! Man konnte kaum auf die Bühne gucken! Links und rechts derselben waren große Leinwände angebracht, auf diesen konnte man nun mehr oder weniger gut verfolgen, was sich auf der Bühne abspielte. Da es der Entscheidung der Kameraleute oblag, was gerade gezeigt wurde, starrten wir auch schon einmal 2 Minuten lang verblüfft auf eine brennende Fackel ... Ähm ...

Was sich nicht geändert hatte war die Tatsache, dass kaum, dass Michael Flatley die Bühne betrat, die ca. 14.500 Zuschauer aufsprangen und Klatschten, Pfiffen, Jubelten! Was muss das für den Künstler bedeuten, wenn man eine solch überwältigende Begeisterung hervor ruft? 14.500 Menschen, die vom Alter her so zwischen 15 und 85 lagen, standen und Gröhlten und Johlten vor Begeisterung! Es ist unglaublich! Gänsehauterzeugend! 

Zu Michael Flatley selber: Man merkt ihm die 10 Jahre mehr an, soviel ist sicher. In Hannover hatte man das Gefühl, er wäre der Schwerkraft entledigt, der Mann schwebte 2 cm über dem Boden. Er bewegte sich mit der Geschmeidigkeit einer Raubkatze. Heute muss er hart Arbeiten. Oh, er kann es noch, soviel ist sicher. Doch heute schweben die anderen, er muss wirklich hart Arbeiten. Und das machte er gut. Groß etwas geändert wurde an der Geschichte nicht. Die Kostüme sind etwas moderner geworden, hautenge Trikos, viel Glitter. Flatleys Kostüme sind dafür etwas weniger eng, da er auch an Gewicht zugelegt hat. 

Fazit des Abends: Es hat Spaß gemacht, den großen Michael Flatley noch einmal live zu Erleben. Das drum herum war ... nervig, um es einmal wohlwollend auszudrücken. Wenn es das ist, was in Zukunft dem Besuch eines Konzertes oder einer anderen Großveranstaltung, egal, welcher Art, voraus geht, hat sich dieses Thema für mich wohl erledigt. Ich bin nicht willens, mich einer solchen Behandlung zu unterwerfen, da bleibe ich lieber zuhause. Möge man mich für meine Meinung beschränkt oder verblödet Schimpfen, doch dazu stehe ich! Ich bin nicht Willens, mich für eine Veranstalung solcher Art wie eine Verbrecherin im Knast abtasten zu lassen! 

Dienstag, 30. November 2010

Lord of the dance

Heute ist es endlich soweit! Zur Silberhochzeit bekamen wir von unseren Freunden Karten für die einzige Vorstellung in der O2 World in Hamburg. Ein Wunder, dass sie überhaupt Karten ergattern konnten, war in Blitzesschnelle ausverkauft! Wir hatten 2000 in Hannover auf der Expo das Glück, Michael Flatley live zu Erleben, die Karten haben uns damals 180 DM pro Stück gekostet! Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viel Geld für simple Eintrittskarten ausgeben würde! Doch es hat sich gelohnt. Jeder einzelne Pfennig hat sich gelohnt! Ich habe viele Konzerte besucht, Leute wie Bryan Adams, Jon Bon Jovi, Meat Loaf live erlebt, aber kein einziger hat die unglaubliche Bühnenaustrahlung, die Michael Flatley hat! Wenn er auf der Bühne erscheint, brennt die Luft. Es ist nicht zu fassen! Die Leute stehen, standing ovations mitten drinnen, einmalig!

Hannover ist 10 Jahre her, Flatley hat eine lange Pause eingelegt, zog sich 2006 ganz zurück, da er Probleme mit dem Herzen hatte. Jetzt ist er zurück, inziwschen 51 Jahre alt. Ich bin unglaublich gespannt, ob er etwas von seiner Präsenz eingebüßt hat! Ich freue mich je4denfalls unglaublich auf heute Abend!

Freitag, 29. Oktober 2010

Steigerungen möglich!



Seit ungefähr vier Wochen habe ich das zweifelhafte Vergnügen, meine Schwiegermutter einmal die Woche in das AKA Hamburg, jetzt besser bekannt unter dem Klangvollen Namen Asklepios Klinik, zu fahren. Sie muss sich dort aufgrund von diabetisch bedingten Micro - Aneurysmen einer Laserbehandlung unterziehen. An sich keine große Sache, doch durch die Pupillen erweiternden Tropfen, die man ihr für die Behandlung verabreichen muss ist sie in ihrer Sehfähigkeit stark eingeschenkt und dementsprechend unsicher auf den Füßen. So begleite ich sie, was mir grundsätzlich auch nichts ausmacht. 
 Der erste, eigentliche Untersuchungstermin in der Augenfachabteilung der Klinik war, einkalkuliert der Wartezeiten, bis verschiedene Tropfen ihre Wirkung voll entfaltet hatten, noch der schnellste der bisherigen Termin. Nach knapp 90 Minuten waren alle Untersuchungen abgeschlossen, wir hatten das Ergebnis und konnten gehen. Dann kam der erste Lasertermin. Wir mussten uns anmelden, meine Schwiegermutter bekam von einer netten Schwester erneut die erweiternden Tropfen in das zu behandelnde Auge und dann durften wir uns in den Warteraum setzen. Dort saßen wir geschlagene 2 Stunden, bis meine Schwiegermutter endlich für rasante 2 Minuten in den Laserbehandlungsraum gebeten wurde. Nun sind wir zum Glück beide wahre Frohnaturen, haben uns die Wartezeit so gut wie in einem Wartezimmer möglich vertrieben. 
Schließlich, 10 Tage später, hatten wir den zweiten Termin. Gleicher Ablauf: Anmelden, Tropfen, Wartezimmer. Ich frage die Schwester, ob wir wieder mit einer Wartezeit von 2 Stunden rechnen könnten. Die Antwort war sehr euphorisch: Nein, heute wären 2 Ärzte anwesend, heute würde es ganz anders ablaufen. Erleichtert, da man ja letztlich doch besseres zu tun hat als Stunden im Wartebereich einer Arztpraxis zu verbringen, setzten wir uns also guter Dinge zu den anderen wartenden Patienten. Um es kurz zu machen, die Schwester hatte absolut Recht! Es lief ganz anders ab! Diesmal warteten wir 2,5 Stunden! Aber es hatte sich gelohnt! Immerhin dauerte die Behandlung dafür auch schon 3 Minuten. 
Gestern nun hatten wir den dritten von vier Terminen. Was soll ich sagen? Eine Steigerung nach oben ist immer möglich, das wurde uns gestern Nachmittag bewiesen! Der Termin war um 13.50 Uhr. An die Reihe kamen wir doch tatsächlich um 17.10 Uhr! Noch 5 Minuten länger und die inzwischen anwesende Putzkolonne hätte uns vermutlich aus dem Raum gefegt. Um Irrtümern vorzubeugen: Ich möchte hier nicht die Ärzte oder die Schwestern anprangern. Was ich kritisieren möchte ist die Organisation. Es kann nicht sein, dass Patienten derart lange warten müssen, obwohl sie feste Termine haben! Die Pupille meiner Schwiegermutter begann bereits, sich wieder zu verengen! Das kann es doch nicht sein! Und es war durchaus nicht so, dass Notfälle dazwischen gekommen wären, womit man ja in anderen Abteilungen, wie z.B. der Röntgenabteilung, immer rechnen muss. Ich habe inzwischen 17,50 Euro dem Parkhaus des Krankenhauses zukommen lassen. Auch das ist ein Punkt, der mich sehr ärgert! Und wir haben noch einen Termin vor uns! Wir überlegen ernsthaft, uns ein Fresspaket mitzunehmen! Getränke bekommt man dort zum Glück! 
Liebe Asklepios Klinik, bitte überdenkt doch einmal ernsthaft eure Organisation!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Trübe Gedanken

Manchmal ist das Leben so beschissen! Wirklich beschissen! Gestern habe ich erfahren, dass ein Bekannter, Peter, den ich schon mein Leben lang kenne und sehr mochte, vollkommen überraschend und gänzlich unerwartet in der Nacht auf Mittwoch an einem Herzinfarkt gestorben ist. Die Ärzte versuchten noch, ihn zu reanimieren, doch jede Hilfe kam zu spät. Er durfte nicht einmal 60 Jahre alt werden! Mein ganzes Mitgefühl gilt in diesen Stunden seiner Frau und seinen Töchtern. 

Ich kann es immer noch nicht fassen und muss immer wieder weinen, wenn ich daran denke. Ich erinnere mich an tolle Zeiten mit ihm und an den Spaß, den wir zusammen hatten. Als ich so 18, 19 war war sein größtes Hobby Rallycross fahren. Wenn eine Veranstaltung auf dem Estering bei Buxtehude stattfand waren meine Eltern und ich dabei! Mein Vater half beim Wagen und ich durfte immer mit ins Fahrerlager. 1978 lernte ich so den damaligen Rallycross Europameister, den Norweger Martin Schanche kennen! Zu der Zeit war ich schwer verliebt in Peter. Es war spannend, die Rennen vom Fahrerlager aus zu verfolgen und ich kam mir enorm wichtig vor! Es war eine Wahnsinnszeit. Und nun ist er einfach tot. 

Gandalf der Graue sagte einmal zu Frodo: Viele, die Leben, verdienen den Tod und manche, die tot sind verdienen das Leben. Peter hat es nicht verdient, so jung zu Sterben! Wir werden dich nie vergessen!  

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Serienstarts

A.J.Cook
Nun war es endlich soweit! Die Serien sind in den Staaten alle wieder angelaufen! Die lange Durststrecke über den Sommer ist vorbei. Und ich ziehe ein erstes Fazit. Am meisten hatte ich mich auf den Neustart von Bones, Criminal Minds und NCIS gefreut. Nach den Finales im Frühjahr hatte ich einiges erwartet. Criminal Minds hat meine Erwartungen auch voll erfüllt. Der Fall um den grausamen Serienkiller Billy Flynn (Tim Curry) wurde in einer extrem spannenden Episode fort gesetzt und fand ein verdientes Ende. Dass schon in der zweiten Folge jedoch ein wirklicher Hammer folgte hat mir die Freude über den Start der 6.ten Staffel ziemlich verhagelt! Ausgerechnet meine Lieblingsfigur, JJ Jennifer Jareau (A.J. Cook) verlässt die Serie! Ich konnte es kaum glauben! Was für ein Mist gleich am Anfang! Nun muss ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass sie in Zukunft nicht mehr mit von der Partie sein wird! 

Dann war da noch der Neustart von Bones. Von dem Auftakt war ich komplett enttäuscht. Nachdem sich die ganze Truppe am Ende der letzten Staffel in alle Winde verstreut hatte, Booth ging nach Afghanistan, Bones und Daisy verschwinden nach Indonesien, genauer nach Maluku Island, um dort einen Jahrhundertfund zu bearbeiten, Hodge und Angela schwirren nach Paris ab, hatte ich ein spannenderes Wiedersehen erwartet. Doch das wieder Zusammentreffen war langweilig insziniert und das Booth sich auch noch eine blonde Tussie in Afghanistan angelacht hat macht das ganze nicht besser.

Immerhin hat NCIS ebenfalls alles gehalten was es versprach! Die Serie ist einfach genial! Ich kann heute gar nicht mehr verstehen, warum ich Gibbs am Anfang nicht leiden konnte! Inzwischen liebe ich den Mann wie kaum eine andere Serienfigur! Immer cool, immer überlegen, selbst, wenn ihm mal etwas aus der Hand gleitet bleibt er irgendwie überlegen. es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen, wie er Tony Kopfnüsse verpasst. Apropos, Tony ... Wäre schön, wenn die Autoren ihn mal irgendwann aus dem Kindergarten ind die Liga der erwachsenen Männer erheben würden. Er geht mir mit seinem kindischen Getue und seiner übertriebenen Geltungssucht inzwischen nur noch auf die Nerven. Und auch Abby, so leid es mit tut, nervt langsam. Sie könnte sich auch mal irgendwie weiter entwickeln. Aber zum Glück gibt es ja noch die anderen Darsteller: Tim McGee, der sich unglaublich weiter entwickelt hat, Ziva, die nach einer Durststrecke in der 5.ten und 6.ten Staffel auch wieder zu Höchstform aufläuft, der immer sympatische Ducky, Jimmy Palmer, der sich zwar die Sandkiste mit Tony teilt, aber trotzdem sehr sympatisch rüber kommt. Ich bin gespannt, wie es dort weiter gehen wird!

Der Neustart von NCIS Los Angeles war eher unspektakulär, aber nichts desto trotz spannend und unterhaltsam. Die Darsteller wachsen mir auch immer mehr ans Herz. Ich hoffe, in dieser zweiten Staffel erfahren wir mehr über G. Callen. 

Sehr enttäuschend war auch der Neustart von Supernatural. Ganz abgesehen davon, dass auf einen Schlag 5 neue Charaktere eingeführt wurden war auch das simple Wiederauftauchen Sams denkbar blöde! Und auch dieses "Jeder wusste es nur Dean nicht" hat mich extrem geärgert. Ich musste die ganze Zeit denken: Wäre ich an Deans Stelle gewesen, ich hätte denen so in den Allerwertesten getreten, sie wären in einem solchen hohen Bogen aus dem Haus geflogen, dass sie die Adresse vergessen hätten!

Die zweite Staffel von Vampire diaries beginnt mit dem Auftauchen Katherines. Was die Vampirlady im Schilde führt ist sehr rätselhaft. Das in der zweiten Episode zusätzlich Werwölfe als Gegenstück zu den vampiren eingeführt werden finde ich gut, das gibt dem ganzen Würze! Man darf gespannt sein wie es weiter geht. 

Und last, but not least, ist da natürlich noch unser Lieblingspsychopath Dexter Morgan. Er hat mir wirklich gefehlt! Nachdem im Finale der letzten Staffel seine Frau Rita (Julie Benz, bekannt aus Angel) von dem Massenmörder Arthur Mitchell (John Lithgow) brutal in ihrem Haus umgebracht wurde steht Dexter vor den Trümmern seines Lebens. Er hat plötzlich 3 Kinder, um die er sich kümmern muss, eine tote Ehefrau, für deren Tod er eigentlich Verzweiflung und Trauer, beides etwas, was er ja nicht empfinden kann, aufbringen müsste, und er hat einen Haufen Beweismittel, die seine Kollegen auf seine eigene Spur bringen könnten. Dexter ist ziemlich von der Rolle, mehr, als er sich vermutlich selber hätte Träumen lassen! Er verspürt Gefühle, die ihn erschrecken und die ihm bislang fremd waren! Und er hat keine Freude mehr an der Jagd! Man darf gespannt sein, wie lange dieser Zustand anhalten wird!

Donnerstag, 16. September 2010

Herbstzeit - Serienneustartzeit!

Das Team aus Leverage
Es ist so weit! Das Warten hat wieder einmal ein Ende gefunden. Wie jedes Jahr ist der September für alle Serienfans der Monat, in dem ihre Lieblingsserien in den Staaten mit den neuen Staffeln beginnen. Das lange Sommerloch ist vorbei. 

Leider ist eine der besten Serien der letzten Jahre endgültig vorbei. Seit 2004 hat sie die Fans in der ganzen Welt fasziniert und mitgerissen. Im Frühjahr nun wurde die letzte Episode ausgestrahlt, die für heftige, sehr kontroverse Debatten sorgte. Die einen liebten das Finale, genauso viele hassten es. Ich spreche natürlich von Lost. Wie auch immer man das Ende empfunden hat, abgesehen davon war Lost eine der besten Serien, wenn nicht die Beste überhaupt, die es im TV gab. Wir Fans werden sie immer in Erinnerung behalten.

Ich habe für mich eine neue Serie entdeckt, die mir sehr gut gefällt. Der Titel: Leverage. Eine vielleicht nicht ganz neue Story, aber sehr gut umgesetzt. Es geht um vier fragwürdige Typen, die sich unter dem ehemaligen Versicherungsdetektiv Nathan Ford (Timothy Hutton) zusammen tun und Menschen helfen, die mit legalen Mitteln nicht zu ihrem Recht kommen können. Viel Action, Humor und sehr sympatische Charaktere. Sie wird im Deutschen Free TV auf VOX laufen, derzeit strahlt RTL Crime die erste Staffel auf Deutsch aus. In den Staaten läuft bereits die dritte Staffel. Ich werde auf jedem Fall dran bleiben. 

Ansonsten warte ich auf den Start der neuen Staffeln Bones, Criminal Minds, Dexter, Supernatural, The Mentalist sowie NCIS und NCIS Los Angeles. Die Cliffhanger der jeweiligen Finals versprechen einen spannenden Neustart für jede der Serien!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Feuerteufel

Wie nach einem Bombenangriff!


Da denkt man immer, es trifft nur andere, man liest es in der Zeitung oder hört es in den Nachrichten, und plötzlich erwischt es einen selber. In Hamburg treiben sich feige, miese Brandstifter herum, die Spaß daran haben, Autos in Brand zu setzen. Und es ist ihnen nicht nur vollkommen gleichgültig, dass dabei tausende von Euro Schaden entstehen, auch Menschenleben sind diesen Verbrechern komplett gleichgültig. 

In der Nacht vom 01. auf den 02. Mai haben sie wieder gezündelt. Und diesmal direkt bei uns vor der Haustür! Mein Schwager wachte mitten in der Nacht von lauten Knallen auf. Erschrocken eilte er auf seine Terrasse und konnte von dort sehen, dass genau gegenüber der Einfahrt zu unserem Grundstück ein LKW in Flammen stand! 7, 8 Meter hoch schossen die Flammen in den Nachthimmel. Die Hitze des Feuers war viele Meter weit zu spüren. Seine Frau rief sofort die Feuerwehr, die aber bereits verständigt war. Mein Schwager eilte nun hinunter auf den Hof, um unseren eigenen Firmen LKW aus der Gefahrenzone zu bergen, doch die inzwischen eingetroffene Feuerwehr ließ ihn aus Gründen der Sicherheit nicht vom Grundstück. Da unser LKW direkt neben unserer Einfahrt mit dem Heck zu dem brennenden Truck stand, musste wie Feuerwehr ihn immer wieder nass spritzen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. 

Als das Feuer endlich gelöscht war, war von dem Truck nur noch das stählerne Gerippe über. Auf der Straße lagen Tonnen verbrannter Lebensmittel, die die Wehr von der Ladefläche des brennenden Fahrzeugs geborgen hatte. Jetzt wurde meinem Schwager auch die Erlaubnis erteilt, unseren Lieferwagen auf den Hof zu fahren. Und nun konnte er auch sehen, dass das Feuer die Plane hinten weg geschmolzen hatte und auch die Rücklichtabdeckungen zerschmolzen waren. Außerdem waren die Plexiglasscheiben zu seinen beiden Carports unter der Hitze zerschmolzen. 

Als mein Mann und ich am Sonntagabend nach Hamburg zurück kamen, war der Grandkuhlenweg immer noch voll gesperrt. Neben einem Abschleppwagen, auf dem bereits die vollkommen ausgebrannte Zugmaschine des Trucks stand, blockierten ein riesiger Autokran sowie zwei weitere Abschleppwagen und natürlich der ausgebrannte Auflieger die Straße, auf der sich auch noch Berge von verbrannten Keksverpackungen türmten. Es sah wirklich aus wie nach einem Bombenangriff. Der verbrannte Truck wurde noch in der Nacht fort geschafft, für die verbrannten Lebensmittel kam am Montagmorgen ein großer Radlader und schaffte die verbrannten Reste in einen riesigen Container. Jetzt konnte man auch sehen, dass die Straße selber kräftig einen mit gekriegt hatte. 

Ich kann irgendwie absolut nicht verstehen, wie man so wenig Respekt vor dem Besitz anderer Menschen haben kann. Oft übernachten hier im Grandkuhlenweg auch die Fahrer in ihren LKWs, es hätte also auch ein Mensch verbrennen können. Was geht in Brandstiftern vor? Etwas unglücklicher Wind, und im schlimmsten Fall hätten wir sogar noch vor den rauchenden Trümmern unseres Hauses oder der Werkstatt stehen können. Was geht in den Hirnen solcher Verbrecher vor? Warum machen die so was? Was haben die davon? Ich verstehe es einfach nicht. Wir sind nur dankbar, dass bei uns nicht mehr passiert ist!

Dienstag, 4. Mai 2010

Steuergelder gut angelegt!

Es ist nicht zu glauben, wofür Steuergelder manchmal so eingesetzt werden! Eine kleine, unglaubliche Geschichte aus dem täglichen Leben ....

Irgendwann im Februar, an einem kalten, verschneiten Sonntagabend auf dem Weg von Hopen nach Hamburg. Mein Mann wird an der Ortsausfahrt St. Michaelisdonn geblitzt. Wütend fahren wir weiter, ist eh nicht mehr zu ändern. Kann auch nicht viel gewesen sein, denn er fährt nie viel zu schnell. Bei mir wäre es sicher deutlich mehr gewesen. Bereits nach knapp 14 Tagen haben wir den Wisch vom Straßenverkehrsamt in der Hand. "Nach Abzug der Toleranz wurden Sie auf der B 5 beim Verlassen der Ortschaft St. Michaelisdonn mit 5 kmH zu viel geblitzt. Strafe 15 Euro." 

Okay, wir haben uns noch einmal geärgert und fuhren dann erst einmal für 14 Tage in den Urlaub. Als wir wieder in Hamburg waren, habe ich noch in der gleichen Woche Mittwochs neben einigen anderen Überweisungen auch das Strafmandat bezahlt. Damit war für uns das Thema erledigt.

In der Woche darauf saß ich in Hamburg an meinem PC und konnte aus dem Fenster beobachten, wie plötzlich 2 Männer bei uns vor der Gartentür erschienen. Schon klingelte es. Ich bin raus und habe freundlich gefragt, wie ich helfen kann. Ich ging davon aus, dass es Vertreter waren, die sicher in unsere Tischlerei wollten. Weit gefehlt! Die netten Herren entpuppten sich nach Zücken ihrer Dienstausweise als Polizeibeamte! Erstaunt wiederholte ich meine Frage, was ich denn für die Herren tun könnte. Und nun rückten sie mit dem Unglaublichen heraus! 

Der Fahrer des hier gemeldeten PKWs HH -..... wäre vor einiger Zeit geblitzt worden. Warum denn die Verwarnung noch nicht überwiesen wäre. Ob es da irgendwelchen Unstimmigkeiten geben würde. Ich bin sicher, noch nie zuvor in meinem Leben so blöde geguckt zu haben. Dann ist mir der Satz rausgerutscht, ob das ihr Ernst wäre. Ja, sie wären hier, um in Erfahrung zu bringen, warum die Summe von 15 Euro noch nicht überwiesen wäre und ob es Probleme geben würde. Zwei Beamte, von der Polizei Heide in Dithmarschen, fahren nach Hamburg, um über den Verbleib von 15 Euro zu forschen! Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen! 

Nachdem ich mich von meinem Lachkrampf erholt hatte, erklärte ich den netten Beamten, dass sie wieder nach Heide fahren könnten, das Geld überwiesen wäre und ich unglaublich begeistert sei, nun endlich zu wissen, wie gut unsere Steuergelder eingesetzt werden! 

Diese Geschichte ist kein Witz!

Freitag, 26. März 2010

Solarenergie


Es ist vollbracht! Nachdem am Montag die ersten zwei Monteure da waren und anfingen, Halteschienen zu montieren, wurden es ab Mittwoch deutlich mehr Arbeiter! Plötzlich wuselten bis zu 8 Mann auf unserem Dach herum und brachten Schienen, Modulrahmen und zuletzt die Solarmodule selber an. Erstaunlich, wie schnell es dann ging! Heute Mittag um 13 Uhr waren sie fertig! 186 Module waren an ihrem Platz! Wieder einmal hatte das Wetter wunderbar mitgespielt und die Arbeiten nicht für eine einzige Minute unterbrochen. Uns bleibt jetzt allerdings ein riesen Berg Pappe zur Entsorgung. Doch das ist kein Problem, wird bei nächster Gelegenheit verbrannt und dann sind wir die Verpackungen los. 

Nun müssen noch die Elektriker kommen und den ganzen Kram verdrahten. In der Tenne sind bereits 4 Umwandler installiert. Und einige hundert Meter Kabel auf Kabelrollen stehen bereit. Wir nehmen an, dass es damit am Montag los gehen wird. Wie lange diese Arbeiten noch dauern werden, wissen wir nicht. Aber wir sind guter Hoffnung, das wir in Kürze ans Netz gehen können und das Geld verdienen beginnen wird!    

Freitag, 5. März 2010

Es geht voran ...

Nach dem mehr oder weniger chaotischen gestrigen Tag kann man sagen, dass es heute voran geht! Die Nacht war trocken und irre kalt, heute Morgen zeigte das Thermometer 10 Grad minus an. Gegen Abend soll es schneien. Wir beten, dass es, wie so oft, hier ausbleibt!  Wir haben ja schon den ersten nassen Fleck nur vom getauten Raureif gestern morgen!

Um 8 Uhr heute Morgen sind die drei Männer hoch. Und um 12 Uhr hatten sie bereits die Tennenseite zum Garten hin fertig und gut ein drittel der Tenne zur Straße hin. Es ist ein derart ungewohnter Anblick, das weithin leuchtende weiße Dach,nicht zu fassen! Aber wenn erst die Solarmodule darauf befestigt sind, wird davon kaum noch etwas zu sehen sein. Morgen Abend dürfte alles fertig sein, wenn nichts dazwischen kommt, wie zum Beispiel Schneefall!

Nachtrag: Selbstverständlich muss es anfangen zu schneien. Und nicht so knapp.  

Donnerstag, 4. März 2010

Spannender Tag!


Das war so ein Tag mit allem Komfort! Seit Samstag sind wir dabei, unser Dach neu zu decken, damit ab 15.März die Solarmudule installiert werden können. Bisher hat alles besser geklappt als gedacht. Das alte Eternitdach war innerhalb von 3 Tagen runter, kleine Schäden wurden behoben und eigentlich waren wir guter Dinge.Gestern haben wir schön aufgeräumt, damit die neuen Dachplatten, die heute geliefert werden sollten, bequem abgeladen und dann aufs Dach geschafft werden konnten.

Tja, und dann kam heute Morgen der 16 Meter lange LKW mit unserem neuen Dach. Dachten wir ... Aber Pustekuchen! Was der geladen hatte waren die Bleche für den Giebel, der im April gemacht werden soll! Nix mit Dachblechen! Ob wir wohl geschockt waren? Der Fahren konnte natürlich nichts dafür, der hatte heute Morgen in Bremen seine Tour genannt bekommen und ist mit dem, was sein Logistikzentrum ihm aufgeladen hatte, los gebrummt. Wir standen da und wussten nicht, ob wir gleich ausflippen oder noch 5 Minuten warten sollten! Alles war organisiert, Helfer standen bereit, und nun hatten wir nichts zum Abladen! 

Wütend rief der LKW Fahrer in seiner Firma an, und es stellte sich relativ schnell heraus, dass im Logistikzentrum die Liefernummern vertauscht worden waren. Da unser Dach ja jetzt quasi offen ist, die Teerpappe, die noch drauf ist ist ca. 90 Jahre alt und dementsprechend löchrig, und einer unserer wichtigsten Helfer ab Montag wieder arbeiten muss und somit nicht mehr zur Verfügung steht, waren wir wirklich angepisst.Zumal es morgen auch Schnee geben soll. Nicht die besten Vorraussetzungen für ein offenes Dach!

Nach einer guten Stunde rief die Firma aus Bremen dann total verschämt bei uns an. Sie hätten unserer Platten gefunden, würden sie jetzt auf einen eilig gemieteten LKW verladen und sofort auf den Weg schicken! Unendlich erleichtert richteten wir uns also darauf ein, die Platten doch noch ab 14 Uhr irgendwann in Empfang nehmen zu können. Tatsächlich rollte der LKW um kurz vor halb 3 Uhr hier ein. Und schon kam des Dramas zweiter Teil! Die Trecker, mit denen die Platten eigentlich abgeladen werden sollten, schafften das Gewicht nicht! Wunderbar! Bis wir schließlich einen Nachbarn aktiviert hatten, der es dann mit Trick 17 und einem Gabelstapler schaffte, die elenden Bleche von dem LKW zu hieven, war weit über eine Stunde vergangen! Und die Helfer standen ja die ganze Zeit bereit, um die Platten schnellstens auf das Dach zu schaffen. Und es ist schweinekalt hier! Man war vollkommen durchgefroren. Endlich, endlich war es geschafft, beide Stapel, einmal mit 6,50 Meter langen Blechen und einmal mit 11 Meter langen Blechen waren abgeladen! Es gab schnell eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen und dann wurden in einer Hauruck-Aktion die Bleche aufs Dach hoch geschafft, mittels einer Holzrutsche. Glücklicherweise ging das wirklich gut und zügig! Unten schoben 5 Männer und oben auf dem Dach nahmen 3 weitere die Platten an und stapelten sie dort sinnvoll verteilt übereinander. Nun hoffen wir verzweifelt, dass der angekündigte Niederschlag morgen gar nicht eintritt, damit wir das Dach wieder dicht bekommen!

Sonntag, 31. Januar 2010

Schnee ... und kein Ende

Seit 13 Jahren das erste Mal wieder Leute auf der Alster. Wahnsinn. Obwohl das Alstervergnügen leider offiziell abgesagt wurde, hat das in Hamburg die Menschen nicht davon abgehalten, die zugefrorene Alster mal wieder zu betreten. Prima Sache!

Und hier in Dithmarschen schneit es seit heute Nacht mehr oder weniger ununterbrochen! Und nicht nur ein wenig! Ich bin echt erstaunt, was hier runter kommt! 30 cm Schnee haben wir wohl inzwischen. Und mein verrückter Mann will unbedingt heute Abend noch nach Hamburg zurück fahren. Naja, 2, 3 Stunden im Auto hocken ist ja auch mal was nettes, oder? In Hamburg in der Wohnung ist es ohnehin nur kalt.  Wenn wir aber liegen bleiben, gibt es Krieg, soviel ist mal sicher! 


Mittwoch, 27. Januar 2010

Dexter



Schnee ... 13 Grad minus ... Sturm ... Ich hasse den Winter! Ich möchte wieder raus gehen können ohne Gefahr zu laufen, zu erfrieren, in Schneeverwehungen stecken zu bleiben oder auf Glatteis auszurutschen.  Okay, der Schnee selber ist das geringste Problem, das mag ich nach wie vor, wenn alles schön eingeschneit ist. Ich finde, die Natur hat etwas so friedvolles an sich, wenn Schnee liegt. Die Geräusche werden gedämpft, alles wirkt sauber und irgendwie verändert. Schade, dass es dabei so kalt sein muss.
Ich habe auf Grund eines Tipps von einer Bekannten letzte Woche die Serie Dexter geguckt. Und war begeistert! Zwar mag ich den Hauptdarsteller, Michael C. Hall, nicht, ich fand ihn schon in Six feet under ... mäßig, aber die Rolle des Dexter ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Er spielt den psychopatischen Serienkiller Dexter Morgan, der ein riskantes Doppelleben führt. Tagsüber arbeitet er als Forensiker, Fachgebiet Blutspritzeranalyse, für die Miami State Police, nachts geht er selber für Blutspritzer sorgen. Der Hauptregel seines Adoptivvaters folgend tötet er aber nur den Maschen des Gesetzes entschlüpfte Mörder, die auf Grund von fehlenden Beweisen, Verfahrensfehlern oder anderer Gründe wieder auf freien Fuß gelangen.
Besagter Adoptivvater, Harry, brachte Dexter alles bei, was er wissen musste, um einer Entdeckung zu entgehen. Er hatte schnell mitbekommen, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmte. Er zeigte dem soziopathisch veranlagten Kind, wie es sich in der Gesellschaft verhalten musste, um seine Mängel zu verbergen. Und Dexter befolgte die Regeln seines Vaters sehr genau. So ahnt nicht einmal Dexters Stiefschwester Debra etwas von dessen Doppelleben.
Im Verlauf der Serie erfährt man, warum Dexter soziopathisch ist, man erfährt auch viel über das eigenwillige Verhalten Harrys, der selber Polizist war, und doch keine Sekunde zögerte, seinen geliebten Adoptivsohn mit allen Mitteln zu schützen, statt den Jungen in therapeutische Behandlung zu geben. In jeder Staffel gibt es einen spezifischen Gegner oder Serienkiller, der Dexters ganze Aufmerksamkeit beansprucht. In der ersten Staffel erfährt man so, dass Dexter noch einen leiblichen Bruder hat, der ebenfalls dem Tötungshandwerk nachgeht.
Alles in allem ist Dexter eine Serie mit sehr viel schwarzem Humor, morbide, ach, und man kommt nicht umhin, für den guten Dexter Mitleid zu empfinden.

Samstag, 23. Januar 2010

Neues Jahr, neue Story

Da friert man sich wirklich den Allerwertesten ab! Was soll das? 12 Grad minus nenne ich nicht gerade globale Erwährmung! Mir kommen da eher Bezeichnungen wie Eiszeit in den Sinn!

Na, jedenfalls gibt mir die Kälte draußen die Möglichkeit, mich in der warmen Wohnung meiner Lieblingsbeschäftigung zu widmen, und das ganz ausgiebig! Ich bin seit Wochen an einer neuen Story am Arbeiten. Eine sehr dramatische Story, mit starker Tendenz zum Psychodrama. Ich mag die Geschichte sehr. Sie schwirrt mir schon lange durch den Kopf und es war klar, dass ich sie irgendwann mal schreiben würde. Es gibt nur leider einen Haken an der ganzen Angelegenheit: Ich werde die Story nie veröffentlichen. Der Inhalt ist zu brisant, ich wüsste nicht, wie ich das handhaben sollte, dass andere Leute das lesen. Deswegen lasse ich mich aber noch lange nicht davon abhalten, sie fertig zu stellen! Sie wird mein persönliches Baby sein, in das ich keinen Einblick gestatten werde!