Das war so ein Tag mit allem Komfort! Seit Samstag sind wir dabei, unser Dach neu zu decken, damit ab 15.März die Solarmudule installiert werden können. Bisher hat alles besser geklappt als gedacht. Das alte Eternitdach war innerhalb von 3 Tagen runter, kleine Schäden wurden behoben und eigentlich waren wir guter Dinge.Gestern haben wir schön aufgeräumt, damit die neuen Dachplatten, die heute geliefert werden sollten, bequem abgeladen und dann aufs Dach geschafft werden konnten.
Tja, und dann kam heute Morgen der 16 Meter lange LKW mit unserem neuen Dach. Dachten wir ... Aber Pustekuchen! Was der geladen hatte waren die Bleche für den Giebel, der im April gemacht werden soll! Nix mit Dachblechen! Ob wir wohl geschockt waren? Der Fahren konnte natürlich nichts dafür, der hatte heute Morgen in Bremen seine Tour genannt bekommen und ist mit dem, was sein Logistikzentrum ihm aufgeladen hatte, los gebrummt. Wir standen da und wussten nicht, ob wir gleich ausflippen oder noch 5 Minuten warten sollten! Alles war organisiert, Helfer standen bereit, und nun hatten wir nichts zum Abladen!
Wütend rief der LKW Fahrer in seiner Firma an, und es stellte sich relativ schnell heraus, dass im Logistikzentrum die Liefernummern vertauscht worden waren. Da unser Dach ja jetzt quasi offen ist, die Teerpappe, die noch drauf ist ist ca. 90 Jahre alt und dementsprechend löchrig, und einer unserer wichtigsten Helfer ab Montag wieder arbeiten muss und somit nicht mehr zur Verfügung steht, waren wir wirklich angepisst.Zumal es morgen auch Schnee geben soll. Nicht die besten Vorraussetzungen für ein offenes Dach!
Nach einer guten Stunde rief die Firma aus Bremen dann total verschämt bei uns an. Sie hätten unserer Platten gefunden, würden sie jetzt auf einen eilig gemieteten LKW verladen und sofort auf den Weg schicken! Unendlich erleichtert richteten wir uns also darauf ein, die Platten doch noch ab 14 Uhr irgendwann in Empfang nehmen zu können. Tatsächlich rollte der LKW um kurz vor halb 3 Uhr hier ein. Und schon kam des Dramas zweiter Teil! Die Trecker, mit denen die Platten eigentlich abgeladen werden sollten, schafften das Gewicht nicht! Wunderbar! Bis wir schließlich einen Nachbarn aktiviert hatten, der es dann mit Trick 17 und einem Gabelstapler schaffte, die elenden Bleche von dem LKW zu hieven, war weit über eine Stunde vergangen! Und die Helfer standen ja die ganze Zeit bereit, um die Platten schnellstens auf das Dach zu schaffen. Und es ist schweinekalt hier! Man war vollkommen durchgefroren. Endlich, endlich war es geschafft, beide Stapel, einmal mit 6,50 Meter langen Blechen und einmal mit 11 Meter langen Blechen waren abgeladen! Es gab schnell eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen und dann wurden in einer Hauruck-Aktion die Bleche aufs Dach hoch geschafft, mittels einer Holzrutsche. Glücklicherweise ging das wirklich gut und zügig! Unten schoben 5 Männer und oben auf dem Dach nahmen 3 weitere die Platten an und stapelten sie dort sinnvoll verteilt übereinander. Nun hoffen wir verzweifelt, dass der angekündigte Niederschlag morgen gar nicht eintritt, damit wir das Dach wieder dicht bekommen!
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