Donnerstag, 6. Mai 2010

Feuerteufel

Wie nach einem Bombenangriff!


Da denkt man immer, es trifft nur andere, man liest es in der Zeitung oder hört es in den Nachrichten, und plötzlich erwischt es einen selber. In Hamburg treiben sich feige, miese Brandstifter herum, die Spaß daran haben, Autos in Brand zu setzen. Und es ist ihnen nicht nur vollkommen gleichgültig, dass dabei tausende von Euro Schaden entstehen, auch Menschenleben sind diesen Verbrechern komplett gleichgültig. 

In der Nacht vom 01. auf den 02. Mai haben sie wieder gezündelt. Und diesmal direkt bei uns vor der Haustür! Mein Schwager wachte mitten in der Nacht von lauten Knallen auf. Erschrocken eilte er auf seine Terrasse und konnte von dort sehen, dass genau gegenüber der Einfahrt zu unserem Grundstück ein LKW in Flammen stand! 7, 8 Meter hoch schossen die Flammen in den Nachthimmel. Die Hitze des Feuers war viele Meter weit zu spüren. Seine Frau rief sofort die Feuerwehr, die aber bereits verständigt war. Mein Schwager eilte nun hinunter auf den Hof, um unseren eigenen Firmen LKW aus der Gefahrenzone zu bergen, doch die inzwischen eingetroffene Feuerwehr ließ ihn aus Gründen der Sicherheit nicht vom Grundstück. Da unser LKW direkt neben unserer Einfahrt mit dem Heck zu dem brennenden Truck stand, musste wie Feuerwehr ihn immer wieder nass spritzen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. 

Als das Feuer endlich gelöscht war, war von dem Truck nur noch das stählerne Gerippe über. Auf der Straße lagen Tonnen verbrannter Lebensmittel, die die Wehr von der Ladefläche des brennenden Fahrzeugs geborgen hatte. Jetzt wurde meinem Schwager auch die Erlaubnis erteilt, unseren Lieferwagen auf den Hof zu fahren. Und nun konnte er auch sehen, dass das Feuer die Plane hinten weg geschmolzen hatte und auch die Rücklichtabdeckungen zerschmolzen waren. Außerdem waren die Plexiglasscheiben zu seinen beiden Carports unter der Hitze zerschmolzen. 

Als mein Mann und ich am Sonntagabend nach Hamburg zurück kamen, war der Grandkuhlenweg immer noch voll gesperrt. Neben einem Abschleppwagen, auf dem bereits die vollkommen ausgebrannte Zugmaschine des Trucks stand, blockierten ein riesiger Autokran sowie zwei weitere Abschleppwagen und natürlich der ausgebrannte Auflieger die Straße, auf der sich auch noch Berge von verbrannten Keksverpackungen türmten. Es sah wirklich aus wie nach einem Bombenangriff. Der verbrannte Truck wurde noch in der Nacht fort geschafft, für die verbrannten Lebensmittel kam am Montagmorgen ein großer Radlader und schaffte die verbrannten Reste in einen riesigen Container. Jetzt konnte man auch sehen, dass die Straße selber kräftig einen mit gekriegt hatte. 

Ich kann irgendwie absolut nicht verstehen, wie man so wenig Respekt vor dem Besitz anderer Menschen haben kann. Oft übernachten hier im Grandkuhlenweg auch die Fahrer in ihren LKWs, es hätte also auch ein Mensch verbrennen können. Was geht in Brandstiftern vor? Etwas unglücklicher Wind, und im schlimmsten Fall hätten wir sogar noch vor den rauchenden Trümmern unseres Hauses oder der Werkstatt stehen können. Was geht in den Hirnen solcher Verbrecher vor? Warum machen die so was? Was haben die davon? Ich verstehe es einfach nicht. Wir sind nur dankbar, dass bei uns nicht mehr passiert ist!

Dienstag, 4. Mai 2010

Steuergelder gut angelegt!

Es ist nicht zu glauben, wofür Steuergelder manchmal so eingesetzt werden! Eine kleine, unglaubliche Geschichte aus dem täglichen Leben ....

Irgendwann im Februar, an einem kalten, verschneiten Sonntagabend auf dem Weg von Hopen nach Hamburg. Mein Mann wird an der Ortsausfahrt St. Michaelisdonn geblitzt. Wütend fahren wir weiter, ist eh nicht mehr zu ändern. Kann auch nicht viel gewesen sein, denn er fährt nie viel zu schnell. Bei mir wäre es sicher deutlich mehr gewesen. Bereits nach knapp 14 Tagen haben wir den Wisch vom Straßenverkehrsamt in der Hand. "Nach Abzug der Toleranz wurden Sie auf der B 5 beim Verlassen der Ortschaft St. Michaelisdonn mit 5 kmH zu viel geblitzt. Strafe 15 Euro." 

Okay, wir haben uns noch einmal geärgert und fuhren dann erst einmal für 14 Tage in den Urlaub. Als wir wieder in Hamburg waren, habe ich noch in der gleichen Woche Mittwochs neben einigen anderen Überweisungen auch das Strafmandat bezahlt. Damit war für uns das Thema erledigt.

In der Woche darauf saß ich in Hamburg an meinem PC und konnte aus dem Fenster beobachten, wie plötzlich 2 Männer bei uns vor der Gartentür erschienen. Schon klingelte es. Ich bin raus und habe freundlich gefragt, wie ich helfen kann. Ich ging davon aus, dass es Vertreter waren, die sicher in unsere Tischlerei wollten. Weit gefehlt! Die netten Herren entpuppten sich nach Zücken ihrer Dienstausweise als Polizeibeamte! Erstaunt wiederholte ich meine Frage, was ich denn für die Herren tun könnte. Und nun rückten sie mit dem Unglaublichen heraus! 

Der Fahrer des hier gemeldeten PKWs HH -..... wäre vor einiger Zeit geblitzt worden. Warum denn die Verwarnung noch nicht überwiesen wäre. Ob es da irgendwelchen Unstimmigkeiten geben würde. Ich bin sicher, noch nie zuvor in meinem Leben so blöde geguckt zu haben. Dann ist mir der Satz rausgerutscht, ob das ihr Ernst wäre. Ja, sie wären hier, um in Erfahrung zu bringen, warum die Summe von 15 Euro noch nicht überwiesen wäre und ob es Probleme geben würde. Zwei Beamte, von der Polizei Heide in Dithmarschen, fahren nach Hamburg, um über den Verbleib von 15 Euro zu forschen! Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen! 

Nachdem ich mich von meinem Lachkrampf erholt hatte, erklärte ich den netten Beamten, dass sie wieder nach Heide fahren könnten, das Geld überwiesen wäre und ich unglaublich begeistert sei, nun endlich zu wissen, wie gut unsere Steuergelder eingesetzt werden! 

Diese Geschichte ist kein Witz!