Mittwoch, 14. März 2012

Udo Lindenberg live


Da freut man sich wochenlang auf das Konzert in Hamburg und dann wird es so ein Reinfall. Ich schätze, das war das letzte Mal, dass wir in die o2 Arena gegangen sind. 


Wir haben jetzt bei mehreren Veranstaltungen im Innenraum gesessen. Da hat man zwar einen halbwegs netten Blick auf die Bühne, wenn nicht gerade ein 1.85 m Mensch vor einem sitzt, aber die Stühle, die sie dort verwenden, sind unterste Kategorie. Da waren die einfachen Holzstühle in der Schule bequemer. Bei Preisen, die schnell mal die 80-90 Euro überschreiten hat man als Zuschauer komischerweise doch tatsächlich den Wunsch, die Zeit dort so zu verbringen, dass man keine Schwielen an Oberschenkeln und Po davon trägt.

Gestern haben wir Oberrang gesessen. Dass die Plätze fast hinter der Bühne lagen ist natürlich meine Schuld. Ich hatte verpasst, mir beim Bestellen der Tickets die Platzanordnung anzusehen. Damit hätte man zur Not aber noch leben können. Jedoch nicht damit, dass die Akustik dort oben dermaßen beschissen war, dass man  von dem, was Udo so erzählt hat, nur Geknartsche und Hall verstanden hat! Dass es in der ersten Halbzeit kein einziges seiner genialen alten Stücke gab, kein Sonderzug nach Pankow, kein Hoch im Norden, keine Andrea Doria, keine Reeperbahn, machte das Ganze auch nicht besser. Doch was uns letztlich wirklich veranlasste, die Show nach einer Stunde zu verlassen, war die Tatsache, dass man auf den Oberrangplätzen so bescheiden saß, dass weder mein Mann noch ich es länger ausgehalten hätten. 

Die Sitzplätze sind sehr niedrig, was bedeutet, dass die Haltung der Knie tatsächlich oberhalb des Pos ist. Und nach vorne, um die Beine möglicherweise mal ein klein wenig zu strecken, hat man überhaupt keinen Spielraum. Wir sind beide nicht wer weiß wie groß, ich bin 1.65 m, mein Mann ist 1.78 m. Doch wir hatten nach einer Stunde das unangenehme Gefühl, nie wieder die Beine gerade machen zu können. Also gingen wir. 

Schade, ein für uns vergeudeter Abend Das einzig Positive war, dass wir in unmittelbarer Umgebung der Arena wohnen. So hatten wir wenigstens nicht zu allem Überfluss auch noch eine stundenlange Anreise. Für uns ist das Thema o2 World damit abgeschlossen. Es war sehr enttäuschend und verschwendetes Geld. 

4 Kommentare:

  1. Schade, dass du das so erlebt hast, Frauke.

    Ich mag den Udo L. stimmlich nicht ganz so; als Typ kommt er ja recht cool rüber.
    Habe einige Jahre in seiner kleinen Heimatstadt gewohnt, ganz in der Nähe. Nette Eltern hatte er.
    Jetzt spielt sich sein Leben woanders ab als gefeierter Star, der er ja ist :-)
    Bist du ein großer fan?
    LG Helga

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    1. Hey! Das ist ja cool, du auch Udo-Fan? Michael und ich sind schon immer Fans von uns Udo gewesen. Wir mögen seine alten Sachen und auch seine neuen Songs. Danke übrigens für den Kommentar! Freue mich sehr darüber!

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    2. Ja, auch ich/wir sind echte Musikliebhaber!
      Udo erkennt man aus unzähligen Stimmen sofort heraus :-) Auf der Bühne präsentiert er sich ja auch "Udo-typisch", also recht unverwechselbar, was ja seine Besonderheit auch ausmacht, finde ich.
      Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem Konzert.., wer weiß?! Euch noch einen schönen Tag.
      Gruß, Helga

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    3. Ja, die Stimme ist absolut unverwechselbar. ich mag das. Nichts hasse ich mehr als seichte Lala-Stimmen, an denen man die Interpreten nicht unterscheiden kann, weil alle gleich klingen.

      So schnell werden wir nicht wieder zu einem Konzert gehen. Und gefällt die blöde O2 Arena nicht. Wir waren einige Male erzwungener Maßen sozusagen da, weil, hey, wir sind zu Fuß keine 20 Minuten davon entfernt. Da nutzt man natürlich die Gelegenheit. Aber schön ist es halt nicht dort. Alles extrem eng, damit noch eine Reihe Stühle mehr rein geht. Schade drum. Und wenn man im Innenraum sitzt, wie schon mehrmals bei Martin Rütter, hockt man auf dermaßen unbequemen Metallstühlen mit sehr dünnen Sitzkissen, dass man schon nach 10 Minuten anfängt herum zu rutschen.

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