Es ist nicht zu glauben, wofür Steuergelder manchmal so eingesetzt werden! Eine kleine, unglaubliche Geschichte aus dem täglichen Leben ....Irgendwann im Februar, an einem kalten, verschneiten Sonntagabend auf dem Weg von Hopen nach Hamburg. Mein Mann wird an der Ortsausfahrt St. Michaelisdonn geblitzt. Wütend fahren wir weiter, ist eh nicht mehr zu ändern. Kann auch nicht viel gewesen sein, denn er fährt nie viel zu schnell. Bei mir wäre es sicher deutlich mehr gewesen. Bereits nach knapp 14 Tagen haben wir den Wisch vom Straßenverkehrsamt in der Hand. "Nach Abzug der Toleranz wurden Sie auf der B 5 beim Verlassen der Ortschaft St. Michaelisdonn mit 5 kmH zu viel geblitzt. Strafe 15 Euro."
Okay, wir haben uns noch einmal geärgert und fuhren dann erst einmal für 14 Tage in den Urlaub. Als wir wieder in Hamburg waren, habe ich noch in der gleichen Woche Mittwochs neben einigen anderen Überweisungen auch das Strafmandat bezahlt. Damit war für uns das Thema erledigt.
In der Woche darauf saß ich in Hamburg an meinem PC und konnte aus dem Fenster beobachten, wie plötzlich 2 Männer bei uns vor der Gartentür erschienen. Schon klingelte es. Ich bin raus und habe freundlich gefragt, wie ich helfen kann. Ich ging davon aus, dass es Vertreter waren, die sicher in unsere Tischlerei wollten. Weit gefehlt! Die netten Herren entpuppten sich nach Zücken ihrer Dienstausweise als Polizeibeamte! Erstaunt wiederholte ich meine Frage, was ich denn für die Herren tun könnte. Und nun rückten sie mit dem Unglaublichen heraus!
Der Fahrer des hier gemeldeten PKWs HH -..... wäre vor einiger Zeit geblitzt worden. Warum denn die Verwarnung noch nicht überwiesen wäre. Ob es da irgendwelchen Unstimmigkeiten geben würde. Ich bin sicher, noch nie zuvor in meinem Leben so blöde geguckt zu haben. Dann ist mir der Satz rausgerutscht, ob das ihr Ernst wäre. Ja, sie wären hier, um in Erfahrung zu bringen, warum die Summe von 15 Euro noch nicht überwiesen wäre und ob es Probleme geben würde. Zwei Beamte, von der Polizei Heide in Dithmarschen, fahren nach Hamburg, um über den Verbleib von 15 Euro zu forschen! Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen!
Nachdem ich mich von meinem Lachkrampf erholt hatte, erklärte ich den netten Beamten, dass sie wieder nach Heide fahren könnten, das Geld überwiesen wäre und ich unglaublich begeistert sei, nun endlich zu wissen, wie gut unsere Steuergelder eingesetzt werden!
Diese Geschichte ist kein Witz!
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