Mittwoch, 27. Januar 2010

Dexter



Schnee ... 13 Grad minus ... Sturm ... Ich hasse den Winter! Ich möchte wieder raus gehen können ohne Gefahr zu laufen, zu erfrieren, in Schneeverwehungen stecken zu bleiben oder auf Glatteis auszurutschen.  Okay, der Schnee selber ist das geringste Problem, das mag ich nach wie vor, wenn alles schön eingeschneit ist. Ich finde, die Natur hat etwas so friedvolles an sich, wenn Schnee liegt. Die Geräusche werden gedämpft, alles wirkt sauber und irgendwie verändert. Schade, dass es dabei so kalt sein muss.
Ich habe auf Grund eines Tipps von einer Bekannten letzte Woche die Serie Dexter geguckt. Und war begeistert! Zwar mag ich den Hauptdarsteller, Michael C. Hall, nicht, ich fand ihn schon in Six feet under ... mäßig, aber die Rolle des Dexter ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Er spielt den psychopatischen Serienkiller Dexter Morgan, der ein riskantes Doppelleben führt. Tagsüber arbeitet er als Forensiker, Fachgebiet Blutspritzeranalyse, für die Miami State Police, nachts geht er selber für Blutspritzer sorgen. Der Hauptregel seines Adoptivvaters folgend tötet er aber nur den Maschen des Gesetzes entschlüpfte Mörder, die auf Grund von fehlenden Beweisen, Verfahrensfehlern oder anderer Gründe wieder auf freien Fuß gelangen.
Besagter Adoptivvater, Harry, brachte Dexter alles bei, was er wissen musste, um einer Entdeckung zu entgehen. Er hatte schnell mitbekommen, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmte. Er zeigte dem soziopathisch veranlagten Kind, wie es sich in der Gesellschaft verhalten musste, um seine Mängel zu verbergen. Und Dexter befolgte die Regeln seines Vaters sehr genau. So ahnt nicht einmal Dexters Stiefschwester Debra etwas von dessen Doppelleben.
Im Verlauf der Serie erfährt man, warum Dexter soziopathisch ist, man erfährt auch viel über das eigenwillige Verhalten Harrys, der selber Polizist war, und doch keine Sekunde zögerte, seinen geliebten Adoptivsohn mit allen Mitteln zu schützen, statt den Jungen in therapeutische Behandlung zu geben. In jeder Staffel gibt es einen spezifischen Gegner oder Serienkiller, der Dexters ganze Aufmerksamkeit beansprucht. In der ersten Staffel erfährt man so, dass Dexter noch einen leiblichen Bruder hat, der ebenfalls dem Tötungshandwerk nachgeht.
Alles in allem ist Dexter eine Serie mit sehr viel schwarzem Humor, morbide, ach, und man kommt nicht umhin, für den guten Dexter Mitleid zu empfinden.

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