Was es gestern schön war, war es heute hässlich. Will heißen, sehr kühl, Temperatursturz von 24 auf 12 Grad, und Regen. Nicht, dass wir den nicht bräuchten! Als Pferdehalter denkt man nicht nur in Sonne, sondern auch in Weidebewässerung. Aber wir hätten nichts dagegen, wenn diese Bewässerung in der Woche stattfindet und nicht am Wochenende, wo man im Garten sein möchte!
Das schlechte Wetter hat mich natürlich nicht gehindert, fröhlich zu Schreiben. Ich habe mich immer noch an Josh und Kelly festgebissen. Josh hat einige wichtige Details aus Kelly Jugend erfahren. Ich stelle immer wieder fest, wie eigentümlich ich an die Story heran gehe. Selbstverständlich gebe ich Einblick in die Dreharbeiten zur Staffel 2. Da das aber nur einen geringen Anteil an der Story einnimmt, muss ich ja vieles aus dem Leben von Josh und Kelly schreiben. Dabei gehe ich so vor, dass ich natürlich das Meiste selbst erfinde. Sonst wäre es ja keine Fiktion.
Aber genau so verwende ich Dinge, die mir passiert sind, oder Dinge, von denen ich weiß, dass sie während der Dreharbeiten so oder ähnlich geschehen sind. Wobei ich da natürlich nicht den Originalzeitpunkt verwende, sondern solche Geschehnisse so in die Story integriere, dass sie in den Ablauf passen. Ein Beispiel: Es gab irgendwann ein Erdbeben auf den Hawaii-Inseln, als Lost dort gedreht wurde, ich meine, es war schon während der ersten Staffel, das habe ich in die Story eingebunden. Nur, dass es bei mir zu einem anderen Zeitpunkt spielt.
Bei Kapiteln, die an Orten spielen, die ich kenne, wie jetzt gerade die Kapitel, die in San Antonio spielen, gehe ich gerne ein wenig ins Detail. Es macht Spaß, zu schreiben, dass Josh und Kelly genau dort spazieren gehen, wo ich selber mit meinem Mann spazieren gegangen bin! Sie sitzen in dem Restaurant, in dem ich gesessen und mit einer Monsterkakerlake gekämpft habe, die sich unverschämterweise auf meinen Rucksack gesetzt hatte! Da hat man gleich einen ganz anderen Bezug zu solchen Szenen.
Klar, das kann ich mir vorstellen, dass es gleich noch viel mehr Spaß macht, wenn man von Sachen schreibt, die man selbst erlebt hat. Das kann ich ja leider kaum einbauen *seufz* aber macht auch nix, wofür gibts das Netz, da kann ich wenigstens recherchieren ;-)
AntwortenLöschenDann beiß dich mal weiter an den beiden fest *g* du weißt ja - die Muse muss man nehmen, wie sie kommt! Hast du eigentlich schon ein bestimmtes Ende geplant bei der Geschichte, oder lässt du's einfach mal so treiben?
Naja, ich hab das große Glück, dass mein Mann ähnlich reisesüchtig war wie ich. Wir haben Amerika einmal von Washington bis Kalifornien, entlang der Küste, Abstecher ins Landesinnere, dann entlang der Grenze nach Mexico, bereist, mit einem Leihwagen, immer schön von Ort zu Ort, Nationalpark zu Nationalpark. Auf diese Weise haben wir unglaublich viel gesehen.
AntwortenLöschenUnd noch besser kenne ich Australien, weil meine beste Freundin 12 Jahre in Sydney gelebt hat und 11 Jahre davon war ich jedes Jahr 2-3 Monate drüben, 8 Wochen zusammen mit meinem Mann, die restliche Zeit alleine. Auf dem Weg rüber haben wir Stop Overs gemacht in Bangkok, Singapure oder Hongkong, jeweils auf dem Hin und Rückflug, und immer für mindestens 2-3 Tage, so dass ich auch dort vieles kenne. Das hat erst aufgehört, als wir uns den Hof in Dithmarschen zusammen mit besagter Freundin gekauft haben.
Zum Ende von Lost: Hm, das wird wohl eher sowas wie eine never ending Story. Ist ja nicht so, dass es ein zu erreichendes Ziel gibt, es ist eben einfach Josh und Kellys Leben. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Story schreibe ich ja auch in allererster Linie für mich. Ich arbeite da Frust, Trauer, Freude, schlechte oder gute Laune, all meine Emotionen auf. Andere gehen zum Psychiater, ich therapiere mich damit quasi selber. *lach* Es hilft mir einfach, mit dem stressigen Alltag, den Sorgen in unserer Tischlerei, Ärger mit Lehrlingen, Mann oder Anderen, besser fertig zu werden.