Dass mir mein Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde,
mein Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
Franz von Assisi
Oh verflucht ..............
Es ist nun über 13 Jahre her, dass ich diesen beschissenen Schmerz zuletzt fühlte. Es könnten auch 130 Jahre sein ... Wer ihn einmal gespürt hat, vergisst ihn nie wieder. Diesen Schmerz, der entsteht, wenn man nach so vielen Jahren einen geliebten Hund verliert. Nur, wer seinen Hund so liebte wie wir, kann dieses schreckliche Gefühl nachvollziehen. Andere, die niemals so eine enge Bindung zu einem Tier eingehen können, werden das nie verstehen. "Ist doch nur ein Hund, was soll das Gewese?"
Nein, es ist so viel mehr als "nur ein Hund"! Es ist ein Lebewesen, dass sich in unserem Falle 13 Jahre und fast 2 Monate in unserer liebevollen Obhut befunden hat. 13 wundervolle Jahre, in denen es ganz von uns abhängig war, uns nur Freude und Spaß gemacht hat. Und seine Liebe und Treue jeden Tag aufs neue bewiesen hat.
Wer wird mich in Zukunft jeden verdammten Morgen mit liebevoller, begeisterter, guter Laune begrüßen, schwanzwedeln, kaum dass ich das Schlafzimmer verlassen habe?
Wer wird sich nach 5 Minuten über meine Rückkehr freuen, als wären 5 Jahre vergangen, seit ich ging?
Wer wird mich draußen im Garten gegen den "bösen" Postboten verteidigen, obwohl es gar nicht nötig ist?
Wer wird mich jetzt unvoreingenommen so lieben, wie ich nun mal bin, fett, faul, bequem, manchmal launisch, einfach so, wie ich bin? Ohne stille Vorwürfe, weil ich so zugenommen habe? Ohne stille Vorwürfe, weil selbst ich ab und zu mal schlechte Laune habe? Ohne Vorwürfe, weil ich auch mal egoistisch sein kann? Mich einfach für das lieben, was ich war: Frauchen ....
Es sind diese Momente, in denen sich jeden liebende Hundebesitzer fragt: War es diesen schrecklichen Schmerz wirklich wert? JA! Tausendfach, millionenfach: J A! Kein Lebewesen kann einen Mensch so unvoreingenommen SO lieben wie dein Hund! Vergiss das nie, lieber Hundehalter! Der Schmerz, so entsetzlich er auch ist, so qualvoll, als wolle er nie wieder verschwinden, er ist es wert!
Ich will, dass er aufhört, dieser beschissene Schmerz, bitte, mach, dass er aufhört, er zerreisst mich ...
Die Regenbogenbrücke
Es gibt eine Brücke, die verbindet den Himmel und die Erde. Man nennt sie die Regenbogenbrücke wegen ihre vielen Farben.
Gerade noch auf dieser Seite der Regenbogenbrücke liegt ein Land von Wiesen, Hügeln, und Tälern mit saftigem grünen Gras.
Wenn ein geliebter Gefährte stirbt, dann geht er zu diesem Ort. Es gibt immer zu fressen und Wasser und warmes Frühlingswetter.
Die alten und gebrechlichen Tiere sind wieder jung. Die kranken und verstümmelten Tiere sind wieder gesund. Sie spielen den ganzen Tag miteinander.
Es fehlt nur eine Sache: Sie sind nicht mit dem speziellen Menschen zusammen, der sie auf der Erde so sehr geliebt hat.
So rennen und spielen sie jeden Tag, bis der Tag kommt an dem eines plötzlich aufhört zu spielen und aufschaut.
Der Kopf erhoben, die Ohren sind aufgerichtet. Die Augen starren. Und plötzlich rennt dieses eine von der Gruppe weg.
Es hat dich gesehen, und wenn du und dein Freund sich treffen, dann nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn ganz fest.
Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst und du schaust wieder in die Augen deines treuen Gefährten.
Dann überschreitet ihr die Regenbogenbrücke zusammen, um nie mehr getrennt zu werden.



